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Altpapiercontainer als Biotonne

Die 8. Klasse der Hahnenkammschule betreut in Heidenheim den Altpapiercontainer, den der Elternbeirat organisiert hat, damit die Schule zu zusätzlichem Geld kommt. Es handelt sich hierbei um einen offenen Metallauflieger, der zugegebenermaßen schon ein wenig in die Jahre gekommen ist. Um sämtliche Missverständnisse zu vermeiden, haben die Schüler ein Schild geschrieben, auf dem klipp und klar steht: Nur Papier – keine Pappe, kein Müll. Sogar auf Englisch übersetzt ist das Ganze.
Mit diesem Container können die Schülerinnen und Schüler in einem Jahr stolze 1000 Euro verdienen, indem sie den Behälter nach und nach  füllen.  Der schöne - und gern gesehene - Effekt: Auf dem ganzen Hahnenkamm wird kräftig Altpapier gesammelt. Doch es darf eben nur Altpapier hinein, keine Pappe und kein Plastik.
Aber in letzter Zeit zieht die Unterstützung noch größere Kreise: Bestimmte Personen dachten sich offenbar, wir haben zwar kein Altpapier, aber verschimmelte Essensreste, Zangen, Zigarettenschachteln und Schuhkartons sind perfekt. Hauptsache, der Papiercontainer wird voll.
Die Achtklässer haben sich den neuen Bedingungen natürlich angepasst und krabbeln neuerdings mit Schutzmasken und Handschuhen im Altpapier umher auf der Suche nach Unrat, der nicht hineingehört.
Statt der üblichen zehn Minuten pro Woche dauert die Sache jetzt zwei Schulstunden.
Die Schüler schwanken noch, ob sie den unbekannten Dreckbären, die nicht lesen können, dankbar sein sollen.